© Ev. Kirchengemeinde Oberboihingen

Abendmahl in unserer Kirchengemeinde

Auch Kindern ist inzwischen die Teilnahme am Abendmahl erlaubt, wenn sie entsprechend (durch Kinderkirche, Kindergarten, Eltern) vorbereitet sind - unter diesen Voraussetzungen sind Kinder in unserer Gemeinde herzlich zum Abendmahl mit eingeladen. Wir feiern das Abendmahl grundsätzlich mit Traubensaft (und nicht mit Wein); meist wird dieser in Einzelkelchen gereicht, aber auch ab und an im Gemeinschaftskelch. In der Regel wird Brot gereicht, hin und wieder feiern wir auch Hostien. In den Bekanntmachungen ersehen Sie die jeweilige Form.

Inschrift auf der Patene (Abendmahlsteller):
Erhard Fischer, Bürger in Mittelstadt, welcher sich aber bei seinem Sohn Paulus Fischer, Schulmeister in Oberboihingen, aufhält, stiftet dieses der heiligen Kirche 1804.

Inschrift auf dem Abendmahlskelch:
Heilger Kelch, sey mir gesegnet
weil mir Der in dir begegnet
dessen Blut mich lässet finden
die Vergebung aller Sünden.

Diese Altarkanne stiftet Lindenwirth Henzler in Oberboihingen zur Feier der Confirmation seines ersten Kindes Marie Wilhelmine Louise.

Abendmahl - allgemeine Information

Früher feierte „man“ selten Abendmahl. Da es vor allem als Mahl zur Sündenvergebung verstanden wurde, wollte man das nicht überstrapazieren. Auch die oft triste Stimmung stammt aus dieser Sichtweise. Um zu erfahren, was es mit dem Abendmahl auf sich hat, muss man es regelmäßig mitfeiern. Jedenfalls kann man es nur begrenzt erklären. Im Abendmahl soll das erlebt werden können, was Martin Luther einen „fröhlichen Wechsel“ genannt hat: Gott will uns von dem befreien, was als beschwerlich empfunden wird: Einsamkeit und Angst, Schuld und Hoffnungslosigkeit. Und Gott will uns das schenken, was er selbst an Gutem zu geben hat: Gemeinschaft und Lebensmut, Vergebung und eine Zukunftsperspektive über den Tod hinaus.So ist das Abendmahl vieles auf einmal: Es ist Befreiung und Stärkung zugleich, es ist Frieden mit Gott und Gemeinschaft untereinander, es ist Vergebung der Sünden und Feier einer neuen kommenden Welt. Es ist Trost in der Einsamkeit und Sendung in neue Aufgaben. Es ist Dankbarkeit an einen Gott, von dem wir alles haben, und es ist Mahnung, was wir haben, mit anderen zu teilen. Bei der Feier des Abendmahls handelt Gott an uns. Er richtet uns neu aus für ein Leben in dieser Welt - in dem Wissen, dass diese Welt Gottes Welt ist, deren Vollendung auf dem Weg ist.